Mash (Futter)

Als Mash bezeichnet man ein Ergänzungsfutter für Pferde. Es ist ein diätisches Futter mit leicht abführender Wirkung.

Mash wird von der Futtermittelindustrie in zahlreichen Zusammensetzungen und Qualitäten angeboten. Es kann jedoch auch selbst hergestellt werden. Ein mögliches Rezept enthält:

  • ein Teil Leinsamenschrot,
  • zwei Teile Weizenkleie und
  • vier Teile Quetschhafer.

Das Leinsamenschrot wird am Vortag der Fütterung eingeweicht, am nächsten Tag nochmals mit Wasser aufgekocht und dann mit der Kleie und dem Hafer gut vermischt, sodass ein dicker Brei entsteht. Mash wird immer lauwarm verfüttert.
Die fertigen Mischungen werden zumeist nur mit heißem Wasser (abkochen ist zumeist nicht mehr nötig) übergossen und 10-15 Minuten ziehen und abkühlen gelassen.

Mash dient als Zusatzfutter für Pferde im Haarwechsel, für kranke und schwache Pferde, für säugende Stuten oder bei überdurchschnittlichen Beanspruchung zum Beispiel in der Turnier- und Jagdsaison. Daneben ist Mash ideal für Pferde mit Verdauungstörungen, da es sehr magenschonend bzw. magenentspannend wirkt.

Obstessig

Als Obstessig bezeichnet man aus Obstweinen hergestellten Essig.

Bei der Herstellung wird mit Hilfe von Essigbakterien (Essigmutter) der Alkohol in Essigsäure umgewandelt. Aufgrund des geringen Alkoholgehaltes der Obstweine hat Obstessig meist nur einen Säureanteil von 5%.
Obstessig kann aus allen Obstsorten gewonnen werden.
Die am weitesten verbreitete Art des Obstessigs ist der Apfelessig, der angeblich heilende Wirkung hat und auch bei Diäten eingesetzt wird. Eine tatsächliche Wirkung ist wissenschaftlich allerdings nicht belegt.

Gerson-Therapie

Die Gerson-Therapie ist eine von dem Arzt Max Gerson (1881-1959) ursprünglich zur Behandlung von Migräne entwickelte Therapie, die nach Angaben ihrer Befürworter ein breites Anwendungsspektrum bis hin zur Krebstherapie hat. Diese Form der Behandlung ist sehr umstritten und von der wissenschaftlichen Medizin nicht zur Behandlung schwerer Krankheiten anerkannt. Es liegen keine unabhängigen Studien vor, die eine heilende oder gesundheitsfördernde Wirkung belegen.


Diäten


Allgemein

Die Gerson-Diät basiert einerseits auf der Aufnahme bestimmter Nahrungsmittel bei gleichzeitigem Verbot anderer Nahrungsmittel und bestimmter Zubereitungsmethoden.

Laut seiner Ernährungsempfehlung sollte die Nahrung fettfrei, salzfrei und vegetarisch sein. Nicht erlaubt sind: Avocados, Beeren, nicht selbst zubereitete Getränke, Gurken, Nüsse, Pilze, Ananas, Pfeffer, und Sojabohnen. Gerson verbietet einerseits ausdrücklich Kaffee und Tee, empfiehlt aber Einläufe mit Kaffeezusatz.

Empfohlen werden von frisch gepresste Frucht- und Gemüsesäfte. Dazu empfahl Gerson täglich 56 mg Iod (als Lugolsche Lösung), getrocknete Schilddrüsenextrakte und Vitamin B12-Gaben. Die pflanzliche Nahrung sollte aus biologischem Anbau stammen.

Seine Diät sollte die Leber in ihrer Entgiftungsfuktion unterstützen. Dazu sah er die Einläufe mit Kaffee als geeignet an.

Verbote beziehen sich zusätzlich auf Fluor in Zahncreme und Gurgelwasser, das Haarefärben (und die Dauerwelle), Dampfdruckkochtöpfe, Saftpressen, Zentrifugen oder Mixer.

Profitieren sollten Patienten mit Migräne, Tuberkulose, Krebs, Fibromyalgie, Arthritiden und Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit).

Neben der Gerson-Diät beinhalten manche auf ihn bezogene Therapiekonzepte auch Injektionen mit Kalbsleberextrakten, die teilweise zu Komplikationen führten.

Gerson hatte viele prominente Patienten, zu diesen gehörte auch die befreundete Familie von Albert Schweitzer.

Nach dem Tode von Max Gerson gründete seine Tochter Charlotte Gerson 1978 ein Gerson institute um das Werk ihres Vaters fortzusetzen. Das Institut befindet sich in Mexico.


Migräne-Diät

Gerson litt bereits früh an Migräne und versuchte, dagegen eine wirksame Therapie zu finden. Er war der Meinung, dass die Nahrung einen Einfluss auf diese Krankheit habe und beobachtete bei Einhaltung einer bestimmten von ihm entwickelten Diät ein Verschwinden seiner Kopfschmerzen. Seine Migränediät basierte vor allem auf dem Verzicht auf bestimmte Nahrungsmittel.


Tuberkulose-Diät

Einer seiner Patienten berichtete ihm über das Verschwinden seiner Hauttuberkulose nach Befolgen seiner Diätempfehlung gegen die Migräne. Gerson schloss daraus auf eine Wirksamkeit seiner Diät gegen die Tuberkulose und berichtete über Therapieerfolge bei weiteren Patienten.

Der Chirurg Ferdinand Sauerbruch hörte von Gersons Behandlungserfolgen und war bereit, in seiner Münchener Klinik diese Diät an seinen Patienten auszuprobieren. Nach Bekanntwerden von Behandlungserfolgen bei Sauerbruch verbreitete sich Gersons Diät schnell über Ländergrenzen hinweg.

Gerson kümmerte sich in der Folgezeit um mehrere europäische Kliniken, die seine Diät zur Therapie der Tuberkulose anwandten. Gerson veröffentlichte dazu Artikel in verschiedenen medizinischen Fachzeitschriften.


Krebsdiät

Eine Patientin, die an Magenkrebs erkrankt war, bat ihn 1928, sie mit seiner Tuberkulose- und Migränediät zu behandeln. Nach seinen Berichten konnte er so die Krebserkrankung der Patienten erfolgreich heilen. Seine Versuche Krebs durch seine Diät zu heilen, setzte er nach seiner Emigration fort.


Kritik

An Gersons Diätempfehlungen wurde häufig Kritik geübt. So wurde ihm vorgeworfen, keine exakten statistischen Angaben über seine Behandlungen gemacht zu haben. Des Weiteren wurde der Vorwurf geäußert, er habe lediglich seine Behandlungserfolge publiziert und Misserfolge dabei nicht erwähnt.

Seiner Gerson clinic in Mexiko wurden hohe Behandlungskosten und ein rein kommerzielles Vorgehen vorgeworfen.

1947 untersuchte eine Kommission der New York County Medical Society Krankenakten von 86 seiner Patienten, untersuchte zehn von ihnen und kam zum Ergebnis, dass es keine Belege für eine Wirksamkeit der Gerson-Diät gegen Krebs gebe.

Eine wissenschaftliche Studie Ginsberg MM. Campylobacter sepsis associated with “nutritional therapy”. MMWR 30:294-295, 1981berichtet, dass zwischen 1980 und 1986 mindestens 13 Patienten, die vorher eine Gerson-Therapie bekommen hatten, in Krankenhäusern der Gegend um San Diego wegen einer Sepsis behandelt werden mussten. Die Sepsisfälle wurden auf Injektionen in die Leber zurückgeführt. Keiner der Patienten war frei von Krebs, und einer von ihnen verstarb an Krebs eine Woche nach Aufnahme. Des Weiteren waren fünf der Patienten komatös aufgrund zu niedriger Natriumwerte, die auf die Empfehlung, auf Kochsalz zu verzichten, zurückgeführt wurden. Weitere Studien zur Gerson-Therapie kamen zum Ergebnis, dass eine Behandlung bei Krebs nicht empfehlenswert ist. *http://caonline.amcancersoc.org/cgi/reprint/41/5/310*http://caonline.amcancersoc.org/cgi/reprint/43/5/309
Green S.A critique of the rationale for cancer treatment with coffee enemas and diet. JAMA 268:3224-3227,1992American Cancer Society. Unproven methods of cancer management: Gerson method. Cancer Journal for Clinicians 40:252-256, 1990

Die Anwendung der Gerson-Diät zur Behandlung von Krebs ist in den USA aufgrund eines fehlenden Wirksamkeitsnachweises nicht erlaubt.

Die Gerson-Diät ist nicht Bestandteil der modernen evidenzbasierten Medizin.


Quellenangaben


Weblinks

  • http://gerson-research.org/bibliography/index.html umfangreiche Literaturliste
  • http://www.gerson.org/default.asp
  • http://www.quackwatch.org/01QuackeryRelatedTopics/cancer.html

Ketose (Stoffwechsel)

Als Ketose bezeichnet man in der Medizin und Veterinärmedizin einen Stoffwechselzustand, bei dem ein Anstieg der Konzentration von Ketonkörpern (4-Hydroxybutansäure, Aceton, Acetoacetat) in Blut und Extrazellularraum über die Normwerte festzustellen ist. Es kommt hierbei auch zur vermehrten Ausscheidung von Ketonen im Urin und in der Ausatemluft. Der Mundgeruch oder Körpergeruch kann in diesem Fall einen charakteristischen fruchtigen Ketongeruch aufweisen.


Ursache einer Ketose ist entweder ein länger andauernder Hungerzustand, etwa beim Fasten, oder eine länger anhaltende unzureichende Zufuhr von Kohlenhydraten. Hierbei kommt es unter Glucagoneinfluss zur Deckung des benötigten Energiebedarfs zu erhöhtem Abbau von Fettsäuren zu Ketokörpern in der Leber als Alternative zur Bereitstellung von Traubenzucker aus dem Abbau von Kohlenhydraten. Die Ketone werden von allen Geweben, aber insbesondere von der Muskulatur und dem Gehirn als Energielieferant verwendet. Da Ketonköper den pH-Wert senken, kann es bei extremer Ketose zu einer behandlungsbedürftigen Ketoazidose kommen. Die Ketose an sich ist dagegen kein unbedingt behandlungsbedürftiger Zustand. In der Vergangenheit des Menschen gehörten längere Hungerphasen durchaus zum Alltag, und bei einigen kohlenhydratarmen Diäten (z.B. Atkins-Diät, ketogene Diät) wird eine Ketose z.B. zur Gewichtsreduzierung sogar angestrebt. Ketonkörper können die Blut-Hirn-Schranke passieren und dort als alternative Energiequelle zu der Glukose verstoffwechselt werden. Dies gelingt am besten nach einigen Tagen Gewöhnung, weswegen man in den ersten Tagen des Fastens weniger leistungsfähig ist. Der Übergang des Stoffwechsels in die Ketose kann von Kopfschmerzen, Müdigkeit oder allgemeiner Schwäche begleitet sein, die jedoch nach wenigen Tagen wieder vollständig ausklingen.
Bei schwereren Ketonämien kann es zu zentralnervösen Störungen durch Aceton kommen.

Bei Personen mit einem Insulinmangel (Diabetes mellitus Typ I) kann es zu einer schweren Ketose bis hin zur Ketoazidose kommen.


Veterinärmedizin

In der Milchviehhaltung wird die Ketose auch als Acetonämie bezeichnet. Sie tritt bei Hochleistungskühen vor allem in den ersten drei Wochen nach der Abkalbung auf. Sie kann sowohl als Primärkrankheit als auch als Sekundärkrankheit als Folge einer anderen Krankheit z. B. der Gebärparese auftreten.

Nicht nur Futtermangel, sondern auch bestimmtes Futter (Buttersäurehaltige Silagen) kann Ketosen fördern.


Weblinks

  • http://www.vetmed.uni-muenchen.de/med2/skripten/b9-2.html

Trimethylaminurie

Trimethylaminurie ist eine Stoffwechselkrankheit.


Beschreibung

An Trimethylaminurie bzw. auch dem sogenannten “Fischgeruch”-Syndrom erkrankte Patienten riechen nach nicht mehr ganz frischem Fisch. Sie sondern über Körperflüssigkeiten wie Schweiß oder Urin abnormale Mengen Trimethylamin aus.


Ursache

Trimethylamin (TMA) wird normalerweise in der Leber durch Enzyme der Familie der Flavin-Monooxygenasen (FMO) oxidiert und somit zum geruchslosen Trimethylamin-N-Oxid (TMAO). Die häufigste Form dieses Leber-Enzyms liegt im FMO3-Gen in der Chromosomenregion 1q23-q25 kodiert vor und ist hoch polymorph. Man geht schließlich davon aus, dass Mutationen in diesem Gen zu einem Enzymdefizit in der Leber führen und somit diese Stoffwechselkrankheit auslöst.


Diagnose und Behandlung

Mit Hilfe der Protonen-NMR-Spektroskopie kann die Konzentration von TMAO und TMA im Urin bestimmt werden. Diagnostische Bedeutung hat auch das Verhältnis TMAO/(TMAO+TMA). Die Prävalenz wird auf etwa 1% geschätzt. Dieser Wert ist aber unsicher, da der Defekt wenig bekannt ist. Er wird häufiger bei Frauen diagnostiziert, da sie sich durch die Symptome stärker eingeschränkt fühlen als Männer.

Die Behandlung besteht in einer Diät mit dem Ziel, Vorstufen des Trimethylamins (z.B. Cholin und Carnitin) aus der Nahrung auszuschließen, und in einer kurzzeitigen Medikation von Neomycin und Metronidazol (400 mg pro Tag). Medikamente, die den Stoffwechsel der Leber beeinflussen, sollen vermieden werden.

Formula-Diät

Als Formula-Diät wird eine Diät bezeichnet, bei der die Mahlzeiten ganz oder teilweise durch Fertigdrinks oder mit Flüssigkeit anzurührende Nährstoffpulver ersetzt werden. In der Regel werden die Produkte in mehreren Geschmacksrichtungen angeboten. Die aufgenommene Kalorienmenge beträgt bei der Ernährung nur durch Formula-Produkte täglich maximal 1200 Kilokalorien (kcal), was einen schnellen Gewichtsverlust bei Übergewicht herbeiführen soll.

Produkte für Formula-Diäten fallen unter § 14 der deutschen Diät-Verordnung. Diese schreibt für die Produkte einen maximalen Gehalt von 400 kcal pro Mahlzeit vor sowie den enthaltenen Anteil an Kohlehydraten, Fett und Protein, wobei die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung einzuhalten sind. Außerdem müssen Vitamine sowie die Mineralstoffe Calcium und Eisen enthalten sein, um eine Unterversorgung auszuschließen.Die Formuladiät als Hilfsmittel in der Kombinationstherapie von Adipositas (pdf)

Sollen alle Mahlzeiten durch die Formula-Produkte ersetzt werden, ist gesetzlich der Hinweis „Darf ohne ärztlichen Rat nicht länger als drei Wochen verwendet werden“ vorgeschrieben. Von Ernährungswissenschaftlern und Medizinern werden Formula-Diäten nur bei Adipositas-Patienten mit einem Body-Mass-Index über 30 als Einstieg in ein Gewichtsreduktionsprogramm befürwortet. Es gibt einige ärztlich begleitete Abnehmprogramme, bei denen in der Einstiegsphase Formuladrinks eingesetzt werden. Der Schwerpunkt dieser Programme liegt jedoch auf Veränderung des Ernährungsverhaltens und Bewegung.

Die Hersteller versprechen bei ausschließlicher Ernährung mit den Instantprodukten eine Gewichtsabnahme von acht bis zwölf Kilogramm in vier Wochen. Einige vertreiben ihre Produkte ausschließlich über so genannten Strukturvertrieb.


Bewertung und Kritik

Die Zubereitung der Mahlzeiten ist sehr einfach und unkompliziert, es sind keine Tabellen zur Berechnung von Kalorien o.ä. erforderlich. Da die Nahrung fast ausschließlich flüssig oder breiförmig ist, vermissen die meisten Anwender nach einiger Zeit das Kauen fester Nahrung, außerdem wird der Geschmack sehr bald als eintönig empfunden.Medizinische Bewertung von Formula-Diäten Die Gewichtsabnahme entspricht der anderer stark unterkalorischer Diäten. Der Eiweißanteil verhindert einen Abbau von Muskelmasse während der Diät und dämpft das Hungergefühl.Netdoktor zu Formula-Diäten

Eine komplette Formula-Diät ist in der Regel teurer als die Ernährung mit normalen Lebensmitteln. Da mit diesen Produkten das Ernährungsverhalten nicht umgestellt wird, ändert sich an den Ursachen für das Übergewicht nichts, es gibt keinen Lerneffekt. Durch die niedrige Kalorienzahl während der Diät und die Umstellung des Körpers auf den Hungerstoffwechsel droht im Anschluss der bekannte Jojo-Effekt, so dass das Ausgangsgewicht meistens sehr schnell wieder erreicht ist. In vielen Produkten sind kaum Ballaststoffe enthalten, so dass Verstopfung die Folge sein kann.


Quellen


Weblinks

  • MDR-Beitrag zu Formula-Diäten

Howard Hay

Howard Hay (* 1866; † 1940) war ein Mediziner, der die Trennkost begründete. Zur Erfindung derer kam es, weil er an einer schweren Nierenerkrankung litt, die er mit Hilfe der Trennkost sehr positiv beeinflussen konnte.

Die Mediziner hatten den knapp 40-jährigen Arzt Dr. Howard Hay bereits aufgegeben. Seine lebensbedrohliche Nierenentzündung schien unheilbar, seine berufliche Karriere beendet.

Doch Hay interessierte sich für die Ernährung von Naturvölkern. So stellte er sich 1907 eine Diät zusammen, die ihn nach eigenen Aussagen in nur drei Monaten genesen ließ. Damit war der weitere Lebensweg für ihn festgelegt: Nicht mehr die Symptome, sondern die Krankheitsursachen bekämpfen.

Er starb über 30 Jahre nach der Nierenerkrankung im Alter von 74 Jahren bei einem Autounfall.

Hollywood-Diät

Die so genannte Hollywood-Diät wurde in den 1920er Jahren in den USA für die damaligen Filmdiven entwickelt. Angeblich wurde sie von Studio-Bossen ihren weiblichen Stars regelrecht aufgezwungen, um sie pünktlich zu Drehbeginn auf das erwünschte Gewicht zu bringen. Hauptbestandteile dieser Diät sind Luxusnahrungsmittel wie Hummer, Shrimps und exotische Früchte. Kohlenhydrate werden auf ein Minimum reduziert, es handelt sich daher um eine Low Carb-Ernährung.


Das Prinzip

Das Diätprogramm sieht maximal 1000 Kalorien pro Tag vor. Auf dem Speiseplan stehen vor allem Proteine (mageres Fleisch, Fisch), Eier, Obst und Salate. Außerdem gibt es bestimmte Regeln, welche Lebensmittel womit kombiniert werden dürfen. Fett und Salz werden im Vergleich zu normaler Mischkost stark reduziert, ebenso Kohlenhydrate. Kartoffeln, Reis und Nudeln sind ausdrücklich verboten, denn in den 1920er Jahren galten gerade Kohlenhydrate als “Dickmacher”. Die in exotischen Früchten enthaltenen Enzyme sollen als Fatburner wirken. Versprochen wird ein Gewichtsverlust von mehreren Kilogramm pro Woche.


Kritik

  • Durch die geringe Kalorienzahl schaltet der Körper nach wenigen Tagen den Stoffwechsel auf ein “Notprogramm” mit geringem Energieverbrauch um; der Jojo-Effekt nach der Diät ist fast unvermeidlich.
  • Enzyme werden im Magen aufgespalten und können daher keine besondere Wirkung entfalten.
  • Die Ernährung ist nicht ausgewogen und enthält mit etwa 60 Prozent einen deutlich zu hohen Proteinanteil. Ernährungswissenschaftler empfehlen maximal 20 Prozent. Weil relativ viele Eier gegessen werden, ist auch die Cholesterinzufuhr sehr hoch.
  • Eine erhöhte Eiweißaufnahme führt zu einem erhöhten Harnsäurespiegel und belastet die Nieren. Das Risiko für die Bildung von Harnsteinen und Nierensteinen erhöht sich, ebenso die Gefahr von Gichtanfällen. Vor allem für Menschen mit Nierenfunktionsstörungen ist diese Diät völlig ungeeignet.
  • Es gelten im Grunde alle Kritikpunkte, die bei Low Carb-Diäten genannt werden.


Weblinks

  • Netdoktor zur Hollywood-Diät
  • Urteil eines Mediziners

Sylvester Graham

Sylvester Graham (* 5. Juli 1794 in Suffield, Connecticut, USA; † 11. September 1851 in Northampton, Massachusetts) war ein amerikanischer Prediger und früher Verfechter einer vegetarischen Reformdiät in den USA. Er stand der so genannten Natural Hygiene-Bewegung nahe, die Methoden der Schulmedizin generell ablehnte.


Leben

Sylvester Graham wurde 1794 als Sohn eines zu diesem Zeitpunkt bereits 70-jährigen Pfarrers geboren, der zwei Jahre später starb. Seine Mutter war vermutlich krank, jedenfalls wuchs er bei Verwandten auf. Er arbeitete als Lehrer, quittierte aber nach einiger Zeit den Dienst wegen massiver gesundheitlicher Probleme.

1823, mit 32 Jahren, entschloss sich Graham dazu, protestantischer Geistlicher zu werden und begann eine Ausbildung am Amherst College, die er jedoch abbrach. 1826 heiratete er die Krankenschwester Sara Eads, die er als Patient kennen gelernt hatte. Sie war Mitglied der presbyterianischen Kirche, und etwas später wurde Graham Prediger dieser Kirchengemeinschaft. Er wurde nach Newark in New Jersey entsandt. Um 1830 schloss er sich der Abstinenzbewegung an und wurde Mitglied der Pennsylvania Temperance Society. Er begann, Vorträge über die Gefahren des Alkohols, über Hygiene und über gesunde Lebensweise im Allgemeinen zu halten.

Graham hielt eine vegetarische Ernährung für ein wirksames Mittel gegen Alkoholismus, vor allem aber auch gegen sexuelle Gelüste. Obwohl er dem Alkohol medizinischen Nutzen bescheinigte, sollte Alkohol seiner Meinung nach nicht beim geselligen Trinken missbraucht werden. Er glaubte auch, dass eine ungesunde Ernährungsweise zu exzessivem sexuellem Verlangen führen würde, das den Körper in ein Ungleichgewicht bringen und Krankheiten verursache. 1833 veröffentlichte er das Buch Lecture on Epidemic Diseases Generally and Particulary the Spasmodic Cholera. Darin vertrat er die Theorie, dass ungezügelte Sexualität, “unmoralische” Lebensweise und der Verzehr von Hühnerfleisch Cholera hervorriefen. Von 1837 bis 1839 erschien Graham’s Journal of Health and Longevity. Darin veröffentlichte er auch eine Abhandlung über Brot und die Brotherstellung.

Es gelang Graham, mit seinen Theorien eine große Zahl von Anhängern, die so genannten Grahamiten, für sich zu gewinnen. Trotzdem wurde er von vielen Zeitgenossen für seinen unerschütterlichen und fanatischen Enthusiasmus eher belächelt. Nach Zeitungsberichten fielen angeblich zahlreiche Damen während seiner Vorträge in Ohnmacht, sobald er seine Ansichten über Sexualität, vor allem über Masturbation, und seine Abneigung gegen das Tragen von Korsetts öffentlich ausbreitete.

1829 entwickelte er als Bestandteil einer Diät das noch heute bekannte Grahambrot aus fein geschrotetem Vollkornweizen ohne die damals üblichen Zusätze wie giftige Bleichmittel. Eine weitere Erfindung waren die Graham Cracker, Kekse aus Vollkorngetreide. Die Diät war rein vegetarisch und basierte vor allem auf frischem Obst und Gemüse sowie Vollkorn. Fleisch und Gewürze waren tabu. Butter war in geringen Mengen erlaubt, ebenso ganz frische Milch, Käse und Ei. Der Verzicht auf Fleisch und Gewürze wirke sich nach Meinung Grahams dämpfend auf die Libido aus. In den 1830er Jahren fand die Diät in den USA vor allem Anhänger unter den Puritanern. Sogar einige Restaurants spezialisierten sich auf die Graham-Diät, unter anderem in New York und in Boston.

1837 wurde er wegen seiner Diät-Empfehlungen von aufgebrachten Metzgern und Bäckern bedroht, die ihn davon abhalten wollten, in Boston zu sprechen.

1850 gehörte er zu den Gründern der American Vegetarian Society, die nach dem Vorbild einer vegetarischen Vereinigung in England gebildet wurde. Obwohl Graham ohne Zweifel seine eigenen Ernährungs- und Lebensregeln befolgte, starb er bereits 1851 im Alter von 58 Jahren in Northampton.


Wirkung

Graham beeinflusste auch andere amerikanische Persönlichkeiten, darunter den Verleger Horace Greeley und den Naturheilarzt John Harvey Kellogg, der heute vor allem als Gründer der Firma Kellogg’s und Erfinder der Cornflakes bekannt ist und Grahams Haltung gegenüber Sex, Alkohol und Fleischkonsum teilte.

Heute ist Graham in den USA vor allem als Erfinder der Graham Crackers bekannt, wobei die in den Supermärkten unter diesem Namen angebotenen Kekse nicht unbedingt Grahams Vorgaben entsprechen, da helles Weizenmehl verwendet und relativ viel Zucker zugesetzt wird.

Besonders in Süddeutschland haben sich Grahambrot und -brötchen als Brotsorte aus Vollkornschrot erhalten.


Literatur

  • Smith, Andrew F. Ed. The Oxford Encyclopedia of Food and drink in America. New York and Oxford: Oxford University Press, (2004)
  • GRAHAM, SYLVESTER. In Encyclopædia Britannica (Vol. V12, pp. 318)
  • Burrows, Edwin G. and Mike Wallace, Gotham: A History of New York City to 1898. New York and Oxford: Oxford University Press, (1999)
  • Stephen Nissenbaum: Sex, Diet, and Debility in Jacksonian America: Sylvester Graham and Health Reform, Dorsey PR 1988, ISBN 0-534-10915-2


Weblinks

  • Sylvester Grahams Biografie (englisch)
  • Zur Biografie (engl.)
  • Zur Biografie (engl.)
  • Sylvester Graham: Genie oder Humbug (englisch)
  • Carrie McLaren: Porn Flakes - Kellogg, Graham and the Crusade for Moral Fiber
  • Sylvester Graham: Memorial Hall Museum American History & Art From New England (englisch]

Sears-Diät

Die Sears-Diät, auch Zone-Diät genannt, ist eine vom US-amerikanischen Biochemiker Barry Sears eingeführte Diät, die zur Gewichtsreduktion und zur Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit beitragen soll. Sears entwickelte eine komplexe Theorie zur optimalen Ernährung, die seiner Diät zugrunde liegt. Die Ernährung nach Sears besteht zu jeweils 30 Prozent aus Fett und Eiweiß und zu 40 Prozent aus Kohlenhydraten. Zusätzlich zu Empfehlungen, die die Zusammensetzung und Menge der Nahrung betreffen, empfiehlt er, Sport zu treiben. Die Anwendung seiner Ernährungsempfehlungen sollen auch zu „Hormon-Balance“ (The Zone) führen, die stimmungsaufhellend wirken soll. Die Diät wird von Sears als Dauerernährung propagiert.


Sears Thesen

Barry Sears wichtigste Thesen in Kürze:

  • Fett zu essen bedeutet nicht zwangsläufig, dick zu werden.
  • Es ist schwer, Gewicht allein durch die Reduktion von Kalorien zu verlieren.
  • Gewichtsverlust hat wenig mit Willenskraft zu tun.
  • Nahrung kann gut oder schlecht sein.
  • Die biochemische Wirkung der Nahrung hat sich nicht verändert, seit es Menschen gibt.


Die Prinzipien


Das Optimum/The Zone

Das so genannte Optimum bezeichnet Sears als den Bereich einer von ihm beschriebenen Hormon-Balance, in dem der Insulinspiegel weder zu hoch noch zu niedrig sei und in dem der Körper gespeichertes Fett zur Energiegewinnung abbaue, womit es zur Gewichtsabnahme komme. Wesentlich für die Diät sind laut Sears hormonähnliche körpereigene Substanzen, die Eicosanoiden, die unter anderem den Insulinspiegel beeinflussen. Sears bezeichnet die Nahrung als “Droge”, mit der der körpereigene Hormonspiegel beeinflusst werden kann.


Die Grundlagen

Die Grundlagen der Diät sind laut Sears Arbeiten von Sune Karl Bergström und Bengt Ingemar Samuelsson vom Karolinska Institut in Stockholm sowie John Robert Vane vom Royal Collage of Surgeons in England.

Bei dieser Diät muss alle viereinhalb Stunden gegessen werden. Sears empfiehlt die Einnahme von drei Haupt- und zwei Zwischenmalzeiten, um möglichst immer im “Optimum” zu bleiben. Bei jeder Mahlzeit müssen Fett, Eiweiß und Kohlenhydrate, die drei Nährstoffblöcke, in einem bestimmten Verhältnis zueinander stehen. Der Nährstoffblock-Bedarf muss individuell berechnet werden. Die Ernährung nach Sears besteht zu jeweils 30 Prozent aus Fett und Eiweiß und zu 40 Prozent aus Kohlenhydraten. Dies soll den Körper ins “Optimum” bringen. Die Diät unterscheidet außerdem zwischen “guten” und “schlechten” Kohlenhydraten, ähnlich wie die Glyx-Diät und die Logi-Methode.

Je 7 Gramm Eiweiß sollen 9 Gramm Kohlenhydrate mit einem niedrigen glykämschen Index und 1,5 Gramm Fett mit möglichst vielen ungesättigten Fettsäuren enthalten sein. Durch eine relativ hohe Eiweißaufnahme und eine relativ geringe Kohlenhydrataufnahme soll der Sears-Theorie zufolge der Insulinspiegel niedrig gehalten werden. Sears verordnet zusätzlich täglich einzunehmende Fischölkapseln.

Nach Sears Theorie ist das Übermaß an Kohlenhydraten in unserem Essen für die Gewichtszunahme verantwortlich, da Kohlenhydrate in Glykogen umgewandelt werden, das aber im Körper nicht in beliebiger Menge gespeichert werden kann und bei einem übermäßigen Nahrungsangebot in Fett umgewandelt wird. Diese Ablagerung als Fett wird auch durch Insulin gesteuert. Ein hoher Insulinspiegel verhindere, dass dieses Fett wieder abgebaut werden kann. Es bleibt in den Fettdepots des Menschen.

Im Schnitt werden bei dieser Diät pro Tag 1800 bis 2400 Kalorien aufgenommen.


Kritik

  • Die Sears-Diät ist eine komplizierte Diät, die von den Anwendern erwartet, dass diese sich bei jeder Mahlzeit über die genaue Zusammensetzung der Nahrung informieren, um diese sodann nach den Regeln der Sears Diät zusammenzustellen. Sie ist daher kaum alltagstauglich. In manchen Fällen ist es für die Anwender schwierig oder unmöglich die chemische Zusammensetzung der Nahrung zu kennen.
  • Die Bedeutung des glykämischen Index der Kohlehydrate ist in der modernen Ernährungswissenschaft umstritten. Die von Sears postulierte Beeinflussung endokriner Funktionen durch seine Diät ist nach Aussage von Kritikern nicht wissenschaftlich belegt.
  • Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt deutlich weniger Eiweiß und mehr Kohlenhydrate als die Sears-Diät vorschreibt.
  • Es gibt keine gesicherten Erkenntnisse über die euphorischen Zustände, die der „Zone“ zugrunde liegen sollen.
  • Die in den Büchern von Barry Sears zu lesenden Versprechen des permanenten Gewichtsverlustes, der geringeren Häufigkeit von Krankheiten, höherer körperlicher Leistungsfähigkeit oder gar Einflüssen auf unsere Gene sind nicht wissenschaftlich gesichert.
  • Die Rolle der Fette ist in der Sears-Diät widersprüchlich: Einerseits ist sie als eine fettarme Diät anzusehen (max 30% der Energieträger durch Fette), andererseits werden Fette als wichtig für das körperliche Fitness angesehen, darunter die ungesättigten Öle wie Fischöle.
  • Die aufgenommene Kalorienmenge ist relativ hoch; es ist schwierig, auf diese Weise abzunehmen, denn die Grundregel ist: Nur wer weniger Kalorien aufnimmt, als sein Körper verbraucht, nimmt ab. Das gilt für jede Diät.
  • Eine erhöhte Eiweißzufuhr belastet die Nieren, da die Abbauprodukte des Eiweißstoffwechsels über sie ausgeschieden werden. Übergewichtige haben ohnehin oft einen erhöhten Harnsäurewert, der durch viel Eiweiß weiter ansteigt. Die Folge können Gichtanfälle sein. Bei hoher Eiweißaufnahme wird auch vermehrt Kalzium ausgeschieden, was das Risiko von Nierensteinen erhöht. Für Personen mit eingeschränkter Nierenfunktion ist diese Diät auf keinen Fall geeignet.


Literatur

  • Barry Sears/Bill Lawren Das Optimum: Die Sears-Diat. Für körperliche und geistige Leistungsfähigkeit. 5. Auflage Ulm, Ullstein, 2003, ISBN 3-548-36599-X


Weblinks

  • Beurteilung eines Ernährungswissenschaftlers
  • Dr.Sears (Seite von B. Sears auf englisch)
  • Medizinische Uni Innsbruch: Zur Bedeutung des Glykämischen Index
  • http://www.ext.colostate.edu/pubs/columnnn/nn970924.html Artikel der Colorado state university (englisch)

Low-Fat

Der Begriff Low-Fat (engl., „wenig Fett“), auf Deutsch Fettminimierung, ist eine Diät bzw. Ernährungsform, bei welcher der Fettanteil der Nahrung begrenzt wird. Bei den meisten Low-Fat-Diäten liegt dieser Wert bei 30 Prozent der aufgenommenen Kalorien.

Mit dem Begriff Low Fat werden Diät- und Kochbücher versehen, daneben gibt es noch ein Abnehmprogramm unter dem Namen Low Fett, das wie die Weight Watchers auf Gruppen und Kurse setzt. Auch das System der Weight Watchers setzt vor allem auf Fettreduzierung.

Ein Gramm Fett enthält 9,3 kcal (Kilokalorien). Kohlenhydrate und Proteine enthalten hingegen jeweils nur ca. 4,1 kcal pro Gramm. Somit kann bei gleicher Nahrungsmittelmenge die Kalorienzufuhr gesenkt werden, indem Fett durch Kohlenhydrate oder Eiweiße ersetzt wird. Dabei ist zu bedenken, dass die Kalorienzufuhr den wesentlichen Faktor bei der Beeinflussung des Körpergewichts darstellt.

Für die Zunahme der Adipositas (Übergewicht) in Industrieländern wird meist der hohe Fettkonsum verantwortlich gemacht, deshalb enthalten viele von Medizinern empfohlene Diäten einen reduzierten Fettanteil. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt pro Tag die Aufnahme von maximal 60 bis 70 Gramm Fett. Untersuchungen zufolge nimmt die deutsche Bevölkerung im Schnitt aber täglich mehr als 100 Gramm Fett zu sich.


Kritik

  • Entscheidend für eine Gewichtsreduzierung ist, wie bei sämtlichen Diäten, über einen längeren Zeitraum eine negative Energiebilanz zu erhalten bzw. zum Halten des Gewichts nicht mehr Kalorien aufzunehmen als verbraucht werden. Das Beachten des Fettanteils genügt also nicht, wenn die Zufuhr an Kohlenhydraten und Proteinen zu hoch ist.
  • Möglich sind Heißhunger-Attacken, die auf eine Unterversorgung an essentiellen Fettsäuren zurückzuführen sind. Dem kann entgegen gewirkt werden, indem dem Körper einfach oder mehrfach ungesättigte Fettsäuren zugeführt werden. Meistens entsteht Heißhunger allerdings als Folge eines stark abgesunkenen Insulinspiegels auf Grund Kohlenhydratmangels.
  • Eine zu starke Begrenzung der Fettzufuhr - auf längere Zeit weniger als 20 Prozent - ist eine Form der Mangelernährung und führt zu gesundheitlichen Schäden, vergleichbar einer Hungersnot. Diese Tatsache ist auch Naturvölkern bekannt, die zu extrem fettarmem Fleisch (z.B. von Wildkaninchen) nach Möglichkeit zusätzlich Fett verzehren.


Weblinks

  • Artikel über Low Fat
  • Beurteilung eines Ernährungswissenschaftlers
  • Zur Bedeutung von Fett für die Ernährung

Dean Ornish

Dean Ornish (* 16. Juli 1953 in Dallas; Texas, Vereinigte Staaten) ist ein US-amerikanischer Mediziner.


Leben

Ornish legte die Reifeprüfung als Klassenbester an der Universität von Texas in Austin (Texas) ab. Danach ging er nach Houston und studierte am Baylor College of Medicine wo er auch promovierte. Weitere Studien schlossen sich an der Harvard Medical School in Boston an. Am Massachusetts General Hospital war er als Assistenzarzt tätig und fand dort seine erste feste Anstellung. Ornish begann bereits in den späten 1970er Jahren als Student auf dem Gebiet der Herzerkrankungen zu forschen. Im Juli 1984 begann er in San Francisco die Lifestyle Herzstudie. Es handelte sich um eine kontrollierte Studie über den Erfolg einer fettarmen Diät verbunden mit einem Stress-Management in einer kleinen Gruppe von Herzpatienten.


Therapie

Ornish hat eine spezielle Therapie zur Behandlung von Herzerkrankungen entwickelt, die Operationen überflüssig machen soll. Teil davon ist die so genannte Ornish-Diät. Sie ist strikt vegetarisch und begrenzt den Fettanteil in der Nahrung auf 10 % der aufgenommenen Kalorienmenge und die Cholesterol-Aufnahme auf nur fünf Milligramm täglich. Der von der amerikanischen Kardiologenvereinigung (AHA) empfohlene Fettanteil betrug bis zu 30 % der Kalorienaufnahme und 300 mg Cholesterol täglich. Der Anteil der Kohlenhydrate beträgt rund 75 Prozent, der Anteil an Eiweiß etwa 15 Prozent. Die einzigen erlaubten tierischen Produkte sind sehr fettarme Milchprodukte und Eiklar. Zucker ist in kleinen Mengen zulässig, Kaffee und Tee sind verboten. Um Mangelzustände zu vermeiden, empfiehlt Ornish Nahrungsergänzungsmittel wie Multivitaminpräparate, Folsäure, Selen, Leinöl für Frauen und Fischöl für Männer.Nancy Waring: Dr. Dean Ornish’s Low-Tech-Behandlung der koronaren Herzkrankheit

Ergänzend zur Diät wird als Gruppentherapie eine Raucherentwöhnung und die Ernährungsumstellung auf extrem fettarme Nahrung durchgeführt. Die Gruppen praktizieren darüber hinaus Yoga und Meditation.

Ergebnisse einer Studie wurden Ende der 1980er Jahre veröffentlicht. Sie zeigten, dass Herzschädigungen durch koronare Arteriosklerose bei vielen Patienten zurückgegangen waren. Ornish erweckte für seinen Therapieansatz große Aufmerksamkeit. Er glaubt, dass Stress-Management, die Verhinderung sozialer Isolation und der Abbau psychischen Drucks großen Anteil am Therapieerfolg hat.

Ornish ist ständiges Mitglied der medizinischen Fakultät der Universität von Kalifornien in San Francisco sowie Präsident und Direktor des Forschungsinstituts für Präventivmedizin in der Nähe von Sausalito.


Studien

Ornish veröffentlichte Ende der 1980er Jahre die Ergebnisse einer von ihm selbst geleiteten randomisierten Studie zur Behandlung von Koronare Herzkrankheit mit seinem Therapiekonzept, das Bewegung, Entspannung und Diät umfasst. Allerdings nahmen nur 22 Patienten ein Jahr lang daran teil. Bei 82 Prozent dieser kleinen Gruppe gingen die Gefäßverengungen der Arterien um durchschnittlich 2,2 Prozent zurück. Die 20 Patienten der Kontrollgruppe ernährten sich nach den Empfehlungen der American Heart Association; bei ihnen kam es zu einer Vergrößerung der Stenosen um durchschnittlich 3,4 Prozent. 20 Patienten der Versuchs- und 15 aus der Kontrollgruppe nahmen an einer vier Jahre dauernden Folgestudie teil. Die Arteriosklerose der Ornish-Gruppe ging den Ergebnissen zufolge um 7,9 Prozent zurück, während es bei der Kontrollgruppe zu einer Verschlechterung kam, obwohl 60 Prozent dieser Teilnehmer Lipidsenker einnahm. Die LDL-Cholesterinwerte der Versuchsgruppe waren nach fünf Jahren 20 Prozent niedriger als zu Beginn; hier zeigte sich jedoch kein signifikanter Unterschied zur Vergleichsgruppe. Der Gewichtsverlust durch die Ornish-Diät betrug nach einem Jahr zirka 10 kg, nach fünf Jahren jedoch nur noch 5 kg. In der Vergleichsgruppe veränderte sich das Gewicht der Teilnehmer kaum. Innerhalb von fünf Jahren gab es in der Kontrollgruppe 45 so genannte „kardiale Ereignisse“, in der Ornish-Gruppe nur 25. Ein Positronen-Emissions-Tomographie-Scan zeigte, dass sich das Fortschreiten der koronaren Herzkrankheit bei fast allen Patienten dieser Gruppe hatte aufhalten lassen.

Dass die Ornish-Diät die kardiovaskulären Risikofaktoren bei noch nicht Erkrankten positiv beeinflusst und in einem Jahr zu einem deutlichen Gewichtsverlust führt, wurde in unabhängigen Studien nicht bestätigt. 2005 wurde das Ergebnis einer Studie aus Boston publiziert, bei der 160 Personen in vier Gruppen jeweils ein Jahr lang eine andere Diät praktizierten; eine davon war die Ornish-Diät. Ermittelt wurde der Einfluss auf die kardiovaskulären Risikofaktoren. Die Hälfte der Ornish-Gruppe gab innerhalb der Versuchszeit auf, die strenge Fettbeschränkung wurde von kaum jemandem durchgehalten. Nach einem Jahr lag der aufgenommene Fettanteil bei durchschnittlich 35 statt 10 Prozent. Die Gewichtsabnahme betrug 6,6 Prozent und entsprach der der anderen Diäten, darunter die Atkins-Diät. Der LDL-Cholesterinwert sank im Schnitt um 25 mg/dl, der HDL-Wert stieg jedoch nicht an. Der Blutzuckerspiegel sank im Nüchternzustand (leerer Magen) am stärksten von allen vier Gruppen um 8,2 mg/dl.Bericht in der Ärztezeitung (2005) Unterschiedliche Diätformen bei Übergewicht ohne relevante Unterschiede hinsichtlich Gewichtsabnahme

Eine amerikanische Studie aus dem Jahr 2007, bei der erneut die Wirkung der vier Diäten - Atkins, Ornish, Zone-Diät und LEARN - in vier Gruppen verglichen wurden, nahm die Ornish-Gruppe im Schnitt nur 2,2 kg innerhalb eines Jahres ab. Der Einfluss auf die ermittelten Cholesterin- und Insulinwerte sowie den Blutdruck waren gering. An der Studie nahmen Frauen zwischen 20 und 50 Jahre teil, die weder an Diabetes mellitus noch an einer Herzkrankheit litten.Bericht in der Ärztezeitung (2007) Comparison of the Atkins, Zone, Ornish, and LEARN Diets for Change in Weight and Related Risk Factors Among Overweight Premenopausal Women


Werke

  • Stress, Diet, and Your Heart, NN , 1982
  • Ornish, D., Scherwitz, L. W., Doody, R. S., Kesten, D., McLanahan, S. M., Brown, S. E. et al: Effects of stress management training and dietary changes in treating ischemic heart disease. JAMA, 249: 54, 1983
  • Ornish, D. et al (1990). Can lifestyle changes reverse coronary heart disease? The Lifestyle Heart Trial. Lancet Jul 21;336(8708):129-33.


Quellen


Weblinks

  • http://www.webmd.com/content/pages/4/3080_453

Robert Hector

Der in Simmersfeld lebende Robert Hector (* 1956 in Saarlouis) ist promovierter Internist und Sportmediziner. Der Erfinder der „Hector-Diät“ studierte von 1977 bis 1983 Medizin in Homburg (Saar). 1985 promovierte er mit einem Thema über die Umweltbelastung durch die Verwendung radioaktiver Stoffe in der Medizin. Seit 1994 ist er als hausärztlicher Internist im Nordschwarzwald tätig.

Hector gilt als ausgewiesener Experte für Science Fiction, Futurologie und Kosmologie – wobei die Perry-Rhodan-Serie einen Schwerpunkt bildet – und hat in diesen Themenbereichen eine große Anzahl von Aufsätzen verfasst.


Bibliographie


Weblinks

  • Robert Hector in der Perrypedia

Flötzinger Bräu

Flötzinger Bräu ist eine Privatbrauerei im oberbayrischen Rosenheim. Sie wurde 1543 gegründet und ist die einzige Privatbrauerei im Raum Rosenheim. Heute ist sie im Besitz der Familie Steegmüller. Auf dem Rosenheimer Herbstfest betreibt die Brauerei auf der Loretowiese das große Flötzinger Festzelt mit Platz für ca. 8.500 Personen. Es gilt als das größte frei aufbaubare Festzelt Europas.


Biere

Die Brauerei braut folgende Biere:
Flötzinger Hell, Altbayerisches Hefeweizen, Altbayerisches Hefeweizen Dunkel, 1543er Weißbier naturtrüb, Flötzinger Export Dunkel, Flötzinger FS Gold (Helles Exportbier), Flötzinger Pils, Flötzinger Cool Pils, Flötzinger Märzen, Flötzinger Heller Bock, Flötzinger Leichte Weiße (alkoholreduziert), Flötzinger Leichtes Helles (alkoholreduziert), Flötzinger Alkoholfrei, 1543 Russn (Biermischgetränk aus Weißbier und Limonade), Wiesn Radler (Biermischgetränk aus Märzenbier und Limonade), Cool Lemon (Biermischgetränk aus Hellem und Limonade).

Darüber hinaus braut die Brauerei auch noch das Bierbichler Weißbier ein, dessen Rezept sie nach Aufgabe der Bierbichler Weißbierbrauerei Rosenheim erworben hatte. Es wird aber heute noch in den Bierbichler Flaschen und Kästen vertrieben.

Zusätzlich zu den oben genannten Sorten werden im Laufe des Jahres noch einige saisonale Spezialitäten eingebraut:

Josefi Bock (Dunkler Bock, der immer zur Starkbierzeit angeboten wird), Mai Bock (im Mai), Wiesn Märzen (Märzenbier, speziell für das Rosenheimer Herbstfest Ende August/Anfang September), Weihnachtsbier (Exportbier zur Weihnachtszeit), Weihnachtsbock (Heller Bock zur Weihnachtszeit).


Erfrischungsgetränke

Die Flötzinger Brauerei stellt folgende Erfrischungsgetränke her:

Mineralwasser, Zitronenlimonade, Orangenlimonade, Cola Mix, American Cola, Apfelschorle, Diät Zitronenlimonade, Diät Orangenlimonade, Diät Grapefruitlimonade.


Weblinks

  • http://www.floetzinger-braeu.de/

Atkins-Diät

Die Atkins-Diät, benannt nach ihrem Erfinder Robert Atkins, ist eine Diät nach dem Low-Carb-Prinzip. Sie reduziert die Aufnahme von Kohlenhydraten am Anfang drastisch und nutzt Fett sowie Eiweiß als Hauptenergieträger. Dieser Ansatz soll nach Ansicht der Anhänger der Atkins-Diät den Körper dazu zwingen, Fett zur Energiegewinnung in Keton-Körper zu verwandeln. Die Atkins-Diät ist umstritten und wird von vielen Ernährungsexperten als einseitig und potenziell gesundheitsschädlich abgelehnt.

Die von Atkins 1989 gegründete “Atkins Nutritionals Inc.” war eine schnell wachsende Firma, die Millionen von Menschen, die sich dem “low carbohydrate lifestyle” verschrieben hatten, mit einer breiten Palette von entsprechenden Produkten versorgte. Nach dem Abebben der Atkins-Welle in den USA ging es jedoch mit dem Unternehmen steil bergab. Am 31. Juli 2005 verkündete ein Unternehmenssprecher, dass Atkins Nutritionals Inc. Insolvenz beantragt habe.


Die Prinzipien der Atkins-Diät

Als Atkins in den 1970er Jahren sein Diätbuch veröffentlichte, hieß seine Devise: Fett und Eiweiß sind erlaubt, Kohlenhydrate verboten. Später hat er dieses Prinzip modifiziert, so dass Kohlenhydrate nun in kleinen Mengen Bestandteil der Diät sind. Die kohlenhydratarme Kost soll den Blutzuckerspiegel niedrig halten. Vitamine und Mineralstoffe sollen durch Zusatzpräparate aufgenommen werden. Wesentlich ist, dass der Körper Eiweiß im Gegensatz zu Kohlenhydraten nicht speichern kann, so dass überschüssiges Eiweiß ausgeschieden wird. So bleibt zur Energiegewinnung vor allem Fett.

Bei der Atkins-Diät gibt es vier verschiedene Phasen, die sich durch unterschiedliche Zufuhrmengen an Kohlenhydraten unterscheiden. Personen mit starkem Übergewicht sollen mit Phase I anfangen, um möglichst schnell in die Lipolyse, speziell die so genannte Ketose zu kommen, bei der vom Körper Fett verbraucht wird. Außerdem soll, vor allem wenn man nicht weiter abnimmt, auf die Kalorienmenge geachtet werden. Sport wird mittlerweile angeblich als wichtiges Element der Diät angesehen; das war zunächst nicht der Fall.

Atkins empfiehlt Nahrungsergänzungsmittel, um einen Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen auf Grund der einseitigen Ernährung zu vermeiden.


Die Ketose

Hauptartikel: Ketose

Der Körper nutzt aufgenommene Kohlenhydrate, um sie in Energie zu verwandeln. Werden mit der Nahrung keine Kohlenhydrate zugeführt, ist das nicht möglich, so dass der Stoffwechsel umgestellt werden muss auf Fettverwertung. Dabei werden Fettsäuren in der Leber als Glucoseersatz in so genannte Ketonkörper verwandelt. Ketone entstehen grundsätzlich bei jeder Diät, sobald der Körper auf Hungerstoffwechsel umschaltet, vor allem beim Fasten. Eine erhöhte Konzentration wird als Ketose bezeichnet, erkennbar an deutlichem Mundgeruch als Folge des Stoffwechselproduktes Aceton. Vermehrte Ketonkörper im Blut sollen angeblich appetithemmend wirken. Abgeleitet von Ketose bezeichnen sich die Atkins-Anhänger auch als Ketarier.


Phase I (Einleitungsdiät)

Hier sollten nur bis zu 20 g Kohlenhydrate täglich 14 Tage lang gegessen werden. Fleisch bietet laut Atkins neben Eiern die optimale Kombination an Aminosäuren. Auch Soja-Produkte können verwendet werden. Die erlaubte Kohlenhydratmenge sollte als Salat und Gemüse aufgenommen werden, um Verstopfungen zu vermeiden. Brot ist verboten.

Es wird empfohlen, die Atkins-Diät mit einem Arzt abzusprechen, um die Änderung der Blutwerte zu überprüfen. Durch die sehr geringe Menge an Kohlenhydraten ist der Körper schnell gezwungen, zur Energiegewinnung auch Fett heranzuziehen. Die dabei als Zwischenprodukt auftretenden Ketonkörper können mit Hilfe von sogenannten Ketosticks im Urin nachgewiesen werden.


Phase II (Grundlegende Reduktionsdiät)

In Anschluss an Phase I wird die Ernährung weitergeführt, nun können nach der Modifikation der Diät Woche für Woche mehr nährstoffreiche Kohlenhydrate wie Gemüse, Nüsse, Beeren, Samen und auch Bohnen und Hülsenfrüchte in die Ernährung eingebaut werden. Dabei soll die Menge an zugeführten Kohlenhydrate um 5 g pro Woche erhöht werden, so dass in der ersten Woche auf 25 g Kohlenhydrate, in der zweiten Woche auf 30 g usw. erhöht wird.

Sobald man nicht mehr abnimmt, soll die Kohlenhydratmenge wieder um 5 g verringert werden. Man kennt nun die Mengen an Kohlenhydraten, die man maximal verzehren darf um weiter abzunehmen. Bei den meisten Menschen soll die Menge dauerhaft zwischen 40 und 60 g liegen.


Phase III (Vor-Erhaltungsdiät)

Nun soll die Gewichtsabnahme nahezu stagnieren. Dazu kann wieder die Kohlenhydratmenge jeder Woche um 10 g weiter erhöht werden oder an zwei Tagen in der Woche zusätzlich 20 bis 30 g Lebensmittel mit einer hohen Nährstoffdichte zur Nahrung ergänzt werden, solange man immer noch abnimmt.g


Phase IV (Lebenslange Erhaltungsdiät)

Ist das Zielgewicht erreicht, erhöht sich die Auswahl an “erlaubten” Lebensmitteln.


Studien

Im April 2003 veröffentlichte das Wissenschaftsmagazin Journal of American Medical Association die erste systematische Datenauswertung aus 96 relevanten Studien (2.503 Artikel erfüllten nicht die notwendigen Kriterien, wie z.B. korrekte Kontrollen oder Studiendauer über 4 Tage) bezüglich der Wirksamkeit und Sicherheit von Niedrig-Kohlenhydratdiäten. Gemäß dem Ergebnis dieser Meta-Auswertung gibt es keinen Hinweis auf die Wirksamkeit von Niedrig-Kohlenhydratdiäten, wie z.B. der Atkins-Diät und ihrer Spielarten (JAMA, Vol. 289 No. 14, 9. April 2003).

Bei einer Vergleichsstudie zu vier Diäten, darunter die Atkins-Diät, die 2007 im JAMA publiziert wurde, verloren die Probandinnen der Atkins-Gruppe mit 4,7 kg in zwölf Monaten das meiste Gewicht. Die Studie merkt jedoch an, dass dieser Gewichtsverlust relativ gering sei. Es wurden keine negativen Auswirkungen auf die Cholesterin- und Insulinwerte festgestellt, einige Werte waren sogar besser als in den anderen Diät-Gruppen.Comparison of the Atkins, Zone, Ornish, and LEARN Diets for Change in Weight and Related Risk Factors Among Overweight Premenopausal Women

Seit einigen Jahren wird am Universitätsklinikum Benjamin Franklin in Berlin, unter ärztlicher Kontrolle eine kohlenhydratreduzierte Diät durchgeführt. In regelmäßigen Abständen werden die Blutgase, das Cholesterin, der Blutzucker und der Grundumsatz untersucht. Außerdem werden mehrmals Glucose-Toleranztests durchgeführt, um festzustellen, wie gut die Bauchspeicheldrüse funktioniert.

Neueren Untersuchungen zufolge funktioniert die Atkins-Diät tatsächlich insofern, als die Probanden Gewicht verlieren, doch nicht wegen der Umstellung des Metabolismus auf Ketonkörper, sondern weil die Probanden von sich aus ihre Nahrungsmittelaufnahme reduzieren und dadurch weniger Kalorien zu sich nehmen. Möglicherweise kommen die Betroffenen auf Grund der kohlenhydratarmen Nahrung früher zu einem Sättigungsgefühl; der zugrunde liegende biochemische Mechanismus ist allerdings noch unklar. Es wird vermutet, dass die sehr eiweißreiche Ernährung hierfür verantwortlich ist.Funktioniert die Atkins-Diät wirklich?


Kritik

Die Ernährungswissenschaft geht davon aus, dass eine ketogene Ernährung bei Low Carb-Diäten zu verschiedenen Gesundheitsstörungen und -schäden führen kann, unter anderem Niereninsuffizienz, Leberschäden, Akne und Verstopfung. Der Fettgehalt bei dieser Diät liegt bei über 50 Prozent, die Diät ist nicht ausgewogen. Es gelten die Kritikpunkte für Low-Carb-Diäten.

„(…) eine begrenzte Aufnahme von Vollkornbrot und Getreide, Früchten und Gemüse stellt keine ausgewogene Ernährung dar. Die Abwesenheit dieser Nahrungsgruppen könnte das Risiko für Krebs oder kardiovaskuläre Erkrankungen erhöhen. Der Kohlenhydratgehalt dieser Diät liegt unter dem Minimum, das der Körper benötigt, um Gehirn und Muskeln mit Zucker zu versorgen. Personen, die sich der Atkins-Diät unterzogen, litten deutlich häufiger an Muskelkrämpfen, Durchfall, generellen Schwächeanfällen und Hautausschlägen als Personen unter der empfohlenen fettarmen Diät.“

2005 wurde das Ergebnis amerikanischer Forscher veröffentlicht, dass die Atkins-Diät auf Grund der Ketosewirkung zu einem signifikanten Anstieg der Methylglyoxal-Produktion
führt. Dieser chemischen Verbindung wird zelltoxische Wirkung zugeschrieben und sie kann vor allem bei Diabetikern zu Gefäß- und Gewebeschädigungen führen. Einzelne Fälle von lebensbedrohlicher Azidose sind bekannt.Widhalm/Fussenegger: Lebensbedrohliche Komplikationen bei Atkins-Diät

Patienten mit Niereninsuffizienz und Diabetikern, insbesondere wenn letztere mit Metformin behandelt werden, wird von Medizinern von der Atkins-Diät abgeraten, da bei ihnen die entstehenden Ketonkörper nicht ausreichend über die Nieren ausgeschieden werden können und die Gefahr der Azidose, einer Übersäuerung des Blutes, droht.


Quellenangaben


Literatur

  • Robert C. Atkins: Atkins for Life, Verlag Goldmann, 2004, ISBN 3-44216-625-X
  • Monika Berger-Lenz/ Christopher Ray: Wir haben das Fettsein dicke! Die Wahrheit über ketogene Ernährung, Atkins-Diät, Low Carb und Ketarier, Faktuell Verlag, 2004, ISBN 3-98092-031-3
  • Monika Berger-Lenz/ Christopher Ray: Wir haben das Hungern satt! Das LowCarb-ABC , Faktuell Verlag, 2005, ISBN 978-3980920346


Weblinks

  • stern-Artikel: Low-Carb: Die Diäten-Lüge
  • WDR-Bericht: Schlank mit Low Carb-Diät?
  • WELT-Artikel: US-Studie rehabilitiert Atkins-Diät (2007)
  • Bericht: Atkins, Höhenflug für alte Diät
  • Widham/Fussenegger: Lebensbedrohliche Komplikationen bei Atkins-Diät (pdf)
  • Transkript einer BBC-Dokumentation über die Atkins-Diät (englisch)
  • Quackwatch: Low-Carbohydrate Diets

Sears-Diät

Die Sears-Diät, auch Zone-Diät genannt, ist eine vom US-amerikanischen Biochemiker Barry Sears eingeführte Diät, die zur Gewichtsreduktion und zur Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit beitragen soll. Sears entwickelte eine komplexe Theorie zur optimalen Ernährung, die seiner Diät zugrunde liegt. Die Ernährung nach Sears besteht zu jeweils 30 Prozent aus Fett und Eiweiß und zu 40 Prozent aus Kohlenhydraten. Zusätzlich zu Empfehlungen, die die Zusammensetzung und Menge der Nahrung betreffen, empfiehlt er, Sport zu treiben. Die Anwendung seiner Ernährungsempfehlungen sollen auch zu „Hormon-Balance“ (The Zone) führen, die stimmungsaufhellend wirken soll. Die Diät wird von Sears als Dauerernährung propagiert.


Sears Thesen

Barry Sears wichtigste Thesen in Kürze:

  • Fett zu essen bedeutet nicht zwangsläufig, dick zu werden.
  • Es ist schwer, Gewicht allein durch die Reduktion von Kalorien zu verlieren.
  • Gewichtsverlust hat wenig mit Willenskraft zu tun.
  • Nahrung kann gut oder schlecht sein.
  • Die biochemische Wirkung der Nahrung hat sich nicht verändert, seit es Menschen gibt.


Die Prinzipien


Das Optimum/The Zone

Das so genannte Optimum bezeichnet Sears als den Bereich einer von ihm beschriebenen Hormon-Balance, in dem der Insulinspiegel weder zu hoch noch zu niedrig sei und in dem der Körper gespeichertes Fett zur Energiegewinnung abbaue, womit es zur Gewichtsabnahme komme. Wesentlich für die Diät sind laut Sears hormonähnliche körpereigene Substanzen, die Eicosanoiden, die unter anderem den Insulinspiegel beeinflussen. Sears bezeichnet die Nahrung als “Droge”, mit der der körpereigene Hormonspiegel beeinflusst werden kann.


Die Grundlagen

Die Grundlagen der Diät sind laut Sears Arbeiten von Sune Karl Bergström und Bengt Ingemar Samuelsson vom Karolinska Institut in Stockholm sowie John Robert Vane vom Royal Collage of Surgeons in England.

Bei dieser Diät muss alle viereinhalb Stunden gegessen werden. Sears empfiehlt die Einnahme von drei Haupt- und zwei Zwischenmalzeiten, um möglichst immer im “Optimum” zu bleiben. Bei jeder Mahlzeit müssen Fett, Eiweiß und Kohlenhydrate, die drei Nährstoffblöcke, in einem bestimmten Verhältnis zueinander stehen. Der Nährstoffblock-Bedarf muss individuell berechnet werden. Die Ernährung nach Sears besteht zu jeweils 30 Prozent aus Fett und Eiweiß und zu 40 Prozent aus Kohlenhydraten. Dies soll den Körper ins “Optimum” bringen. Die Diät unterscheidet außerdem zwischen “guten” und “schlechten” Kohlenhydraten, ähnlich wie die Glyx-Diät und die Logi-Methode.

Je 7 Gramm Eiweiß sollen 9 Gramm Kohlenhydrate mit einem niedrigen glykämschen Index und 1,5 Gramm Fett mit möglichst vielen ungesättigten Fettsäuren enthalten sein. Durch eine relativ hohe Eiweißaufnahme und eine relativ geringe Kohlenhydrataufnahme soll der Sears-Theorie zufolge der Insulinspiegel niedrig gehalten werden. Sears verordnet zusätzlich täglich einzunehmende Fischölkapseln.

Nach Sears Theorie ist das Übermaß an Kohlenhydraten in unserem Essen für die Gewichtszunahme verantwortlich, da Kohlenhydrate in Glykogen umgewandelt werden, das aber im Körper nicht in beliebiger Menge gespeichert werden kann und bei einem übermäßigen Nahrungsangebot in Fett umgewandelt wird. Diese Ablagerung als Fett wird auch durch Insulin gesteuert. Ein hoher Insulinspiegel verhindere, dass dieses Fett wieder abgebaut werden kann. Es bleibt in den Fettdepots des Menschen.

Im Schnitt werden bei dieser Diät pro Tag 1800 bis 2400 Kalorien aufgenommen.


Kritik

  • Die Sears-Diät ist eine komplizierte Diät, die von den Anwendern erwartet, dass diese sich bei jeder Mahlzeit über die genaue Zusammensetzung der Nahrung informieren, um diese sodann nach den Regeln der Sears Diät zusammenzustellen. Sie ist daher kaum alltagstauglich. In manchen Fällen ist es für die Anwender schwierig oder unmöglich die chemische Zusammensetzung der Nahrung zu kennen.
  • Die Bedeutung des glykämischen Index der Kohlehydrate ist in der modernen Ernährungswissenschaft umstritten. Die von Sears postulierte Beeinflussung endokriner Funktionen durch seine Diät ist nach Aussage von Kritikern nicht wissenschaftlich belegt.
  • Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt deutlich weniger Eiweiß und mehr Kohlenhydrate als die Sears-Diät vorschreibt.
  • Es gibt keine gesicherten Erkenntnisse über die euphorischen Zustände, die der „Zone“ zugrunde liegen sollen.
  • Die in den Büchern von Barry Sears zu lesenden Versprechen des permanenten Gewichtsverlustes, der geringeren Häufigkeit von Krankheiten, höherer körperlicher Leistungsfähigkeit oder gar Einflüssen auf unsere Gene sind nicht wissenschaftlich gesichert.
  • Die Rolle der Fette ist in der Sears-Diät widersprüchlich: Einerseits ist sie als eine fettarme Diät anzusehen (max 30% der Energieträger durch Fette), andererseits werden Fette als wichtig für das körperliche Fitness angesehen, darunter die ungesättigten Öle wie Fischöle.
  • Die aufgenommene Kalorienmenge ist relativ hoch; es ist schwierig, auf diese Weise abzunehmen, denn die Grundregel ist: Nur wer weniger Kalorien aufnimmt, als sein Körper verbraucht, nimmt ab. Das gilt für jede Diät.
  • Eine erhöhte Eiweißzufuhr belastet die Nieren, da die Abbauprodukte des Eiweißstoffwechsels über sie ausgeschieden werden. Übergewichtige haben ohnehin oft einen erhöhten Harnsäurewert, der durch viel Eiweiß weiter ansteigt. Die Folge können Gichtanfälle sein. Bei hoher Eiweißaufnahme wird auch vermehrt Kalzium ausgeschieden, was das Risiko von Nierensteinen erhöht. Für Personen mit eingeschränkter Nierenfunktion ist diese Diät auf keinen Fall geeignet.


Literatur

  • Barry Sears/Bill Lawren Das Optimum: Die Sears-Diat. Für körperliche und geistige Leistungsfähigkeit. 5. Auflage Ulm, Ullstein, 2003, ISBN 3-548-36599-X


Weblinks

  • Beurteilung eines Ernährungswissenschaftlers
  • Dr.Sears (Seite von B. Sears auf englisch)
  • Medizinische Uni Innsbruch: Zur Bedeutung des Glykämischen Index
  • http://www.ext.colostate.edu/pubs/columnnn/nn970924.html Artikel der Colorado state university (englisch)

Natriumalginat

Natriumalginat (E 401, CAS Nr: 9005-38-3) ist ein Salz der Alginsäure.


Herstellung

Natriumalginat wird aus den Zellwänden von Braunalgen mittels Sodalösung herausgelöst. Es kann auch gentechnisch hergestellt werden.


Verwendung

Es ist in der EU als Lebensmittelzusatzstoff der Nummer E 401 zugelassen und wird als Verdickungs- und Geliermittel eingesetzt.

Natriumalginat wird vielfach in Diät- und Lightprodukten, Backwaren, Tiefkühlprodukten, Mayonnaisen, Salatsaucen, Speiseeis, in Fleisch- und Gemüsekonserven sowie Suppen verwendet. Außerdem kommt es bei der der Herstellung von Schmelzkäse in Kombination mit Natriumcitrat (E 331) und Natriumphosphat (E 339) vor.


Gefahren

Alginate sind in der Lage Spurenelemente zu binden, wodurch deren Aufnahme im Darm behindert wird. Bei Tierversuchen traten geringfügige Beeinträchtigung der Eiweißverdauung auf. Es bestehen jedoch keine gesundheitlichen Bedenken.

Chylothorax

Der Chylothorax ist eine Ansammlung von Lymphflüssigkeit (gr. Chylos = Milchsaft) im Bereich der Pleurahöhle. Dies geschieht in der Regel
durch eine Verletzung des sogenannten Brustmilchganges (Ductus thoracicus). Dieser führt am Tag bis zu 4 Litern Lymphe aus einem Großteil des Körpers zurück ins venöse Blut. Bei Verletzungen läuft diese Lymphe in angrenzende Strukturen (Chylorrhö). Außer
der Brusthöhle kann die Lymphe vor allem bei schweren Traumata außerdem in den Herzbeutel (sog. Chyloperikard) laufen. Bleibt die Lymphe auf den Mittelfellraum (Mediastinum) begrenzt, so spricht man von einem Chylomediastinum.


Ursachen

  • Spontanruptur
  • intraoperative Verletzung (V.a. nach Operationen an der Speiseröhre, dem Herzen und der Aorta)
  • spitze und stumpfe Traumata
  • Verlegung des Ductus thoracicus (z.B. durch einen Tumor)


Symptome

Ab ca. einem Volumen von 2 Litern kommt es in der Regel durch Verdrängung der Lunge und des Mediastinums zu Dyspnoe und Tachykardie.


Diagnostik

  • Klinisch: Abschwächung des Atemgeräusches in den basalen Lungenabschnitten und bei der Perkussion eine Dämpfung.
  • Röntgen: Im Röntgenbild des Brustkorbes erkennt man Verschattungen in den tiefliegenden Abschnitten der Pleurahöhle.
  • Punktion: Die Punktionsflüssigkeit ist in der Regel milchig trüb und steril. Laborchemisch findet sich darin ein erhöhter Fettgehalt.


Therapie

Durch wiederholtes Entlasten des Chylothorax (z.B. über eine Bülau-Drainage) versucht man zunächst ein Verkleben der verletzten Stelle des Ductus thoracicus abzuwarten. Dies kann durch eine spezielle Diät (MCT-Diät) unterstützt werden, bei der die über die Lymphbahnen transportierten kurz- und langkettigen Fette in der Nahrung vermieden werden. Tritt nach 1-2 Wochen keine Besserung ein wird in der Regel die Verletzungsstelle operativ versorgt und der
Ductus thoracicus durch direkte Naht wieder hergestellt.

Atkins

Atkins ist der Name mehrerer Personen:

  • Alan Atkins, Mitbegründer der Heavy Metal Band Judas Priest
  • Chet Atkins, Country-Musiker
  • Daryl Atkins, amerikanischer Verbrecher, siehe Atkins v. Virginia
  • Eileen Atkins, britische Schauspielerin und Drehbuchautorin
  • Henry Ernest Atkins, englischer Schachmeister
  • Jeffrey Atkins, US-amerikanischer Rapper, auch bekannt als Ja Rule
  • Juan Atkins, DJ und Mitbegründer des Detroit Techno
  • Mark Atkins, australischer Didgeridoo-Spieler, Musiker und bildender Künstler
  • Peter Atkins, Chemiker
  • Robert Atkins, Ernährungswissenschaftler, bekannt durch die Atkins-Diät
  • Sharif Atkins, Filmschauspieler
  • Susan Atkins, amerikanische Mörderin; siehe auch Charles Manson
  • Sir William Atkins, der Gründer der WS Atkins PLC

Atkins ist der Name mehrerer Orte in den USA:

  • Atkins (Arkansas)
  • Atkins (Iowa)
  • Atkins (Virginia)

Sonstiges:

  • Atkins-Diät
  • Atkins (Film), Abenteuerfilm aus der ehemaligen DDR von 1985

Fatburner

Als Fatburner (engl. fat: Fett; engl. to burn: (ver)brennen) werden Substanzen bezeichnet, denen eine Förderung der körpereigenen Fettverbrennung nachgesagt wird. Es gibt auch “Fatburner”-Diäten, die sich diesen Effekt zunutze machen wollen.

Einige natürliche Fatburner werden vom Körper selbst erzeugt. Dazu zählen Glucagon und das Wachstumshormon. Fatburner kommen auch in Lebensmitteln vor, dazu zählen angeblich Magnesium, Linolsäure und Vitamin C, Enzyme und L-Carnitin, aber auch Koffein.

Künstliche Fatburner sind aus natürlichen und synthetischen Stoffen hergestellte Mischungen, die in Tablettenform, als Pulver oder als Flüssigkeit zusätzlich zur Nahrung aufgenommen werden. Sie werden zur Unterstützung beim Reduzieren des Körpergewichtes und im Rahmen von Bodybuilding verwandt. Manchmal enthalten sie allerdings Stoffe, deren Abgabe in Deutschland rechtlich eingeschränkt ist (z. B. Ephedrin) oder die unerwünschte Nebenwirkungen hervorrufen. Die unmittelbare beabsichtigte Wirkung von Fatburnern wird von vielen Ärzten und Ernährungsfachleuten bezweifelt.


Oft genannte Fatburner

  • Enzyme, zum Beispiel Papain aus der Papaya, Bromelin aus der Ananas, Kiwi-Enzyme
  • L-Carnitin, das natürlich in Fleisch vorkommt
  • Guarana
  • Koffein
  • Schilddrüsenhormone
  • Jod
  • Vitamin C
  • Chrom
  • Wachstumshormone
  • Adrenalin


Die Theorie

Einige Autoren von Diätbüchern oder Ratgebern gehen davon aus, dass sich die Fettverbrennung des Körpers unabhängig von Sport und Bewegung durch die Aufnahme geeigneter Substanzen künstlich steigern lässt. Erreicht werden soll das durch einen veränderten Stoffwechsel, eine erhöhte Körpertemperatur, eine schnellere Fettverbrennung oder stärkere Fettausscheidung. Die empfohlenen Substanzen sollen als Nahrungsergänzungsmittel aufgenommen werden oder mit Hilfe spezieller Lebensmittel im Rahmen einer Diät.


Kritik

Viele Mediziner und Ernährungswissenschaftler bezweifeln, dass es überhaupt wirksame Fatburner gibt. Wesentliche Einwände sind:

  • Enzyme bestehen aus Protein. Sie werden im Magen von der Magensäure aufgespalten und sind danach nicht mehr wirksam.
  • L-Carnithin muss nicht zusätzlich als Präparat aufgenommen werden, da es der Körper selbst herstellen kann. Die Substanz regt tatsächlich die Fettverbrennung der Mitochondrien in den Muskeln an, allerdings ist die Anzahl dieser Zellen entscheidend, und diese lässt sich nur durch Sport erhöhen.
  • Die Einnahme von Hormonen ist gesundheitlich bedenklich. Das Schilddrüsenhormon erzeugt eine künstliche Schilddrüsenüberfunktion. Die Folge können u.a. Herzrasen und Schweißausbrüche sein.
  • Koffein und Guarana müssen in großen Mengen aufgenommen werden, um die Energieverbrennung zu steigern. Hohe Dosen führen jedoch zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen wie Herzrasen und Zittern.
  • Die Bedeutung des Wachstumshormons für Erwachsene wird angezweifelt.


Literatur

  • Ute Frankenberg: Sich schlank essen. Fatburner, Südwest-Verlag 2002, ISBN 3-51706-043-7
  • Vanessa Halen: Die neuen Schlank-Pusher, August 2004, ISBN 3-83341-473-1
  • Caroline Shreeve: Fatburner. Essen Sie sich schlank in 14 Tagen, Vgs Verlagsgesellschaft 2002, ISBN 3-80251-495-5


Weblinks

  • AOK-Stellungnahme zu Fatburnern
  • Bewertung eines Ernährungswissenschaftlers
  • Infos zu Fatburnern
  • Fachartikel zu Fatburnern

Vollkost

Vollkost ist ein Begriff aus der Diätetik und bezeichnet eine Ernährung, die ohne Einschränkung alle Nahrungsbestandteile, also Kohlenhydrate, Lipide, Proteine, Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe in einem ausgewogenen Verhältnis enthalten und den Bedarf an Kalorien vollständig deckt. Es handelt sich also um die übliche Ernährung im Gegensatz zu einer Diät. Bei der leichten Vollkost wird - vor allem in Krankenhäusern und Kureinrichtungen - auf Lebensmittel verzichtet, die potenziell Beschwerden auslösen könnten wie Blähungen oder Allergien.

Göbber

Die Göbber GmbH & Co. KG mit Sitz in Eystrup stellt Konfitüren, Fruchtsirupe und Fruchtfüllungen her. Das eigenständige, inhabergeführte Unternehmen besteht seit 1888 .

Die beliebtesten Artikel im Einzelhandel sind die Fruchtaufstriche
Göbber 100 Frucht, Gourmet und Diät 70 Frucht.


Weblinks

  • Die offizielle Webseite von Göbber

Deutsche Zöliakiegesellschaft

Die Deutsche Zöliakie-Gesellschaft e.V. (DZG) wurde 1974 als Selbshilfeorganisation gegründet und hat heute über 25.000 Mitglieder.

Ziel ist die Hilfe für Zöliakie/Sprue- und Dermatitis herpetiformis Duhring-Betroffene.

Grundlage zur Verbesserung des Krankheitsbildes ist die konsequente Vermeidung des Klebereiweißes Gluten, der in den Getreiden Weizen, Roggen, Dinkel, Gerste und Hafer enthalten ist.

Die Unterstützung umfasst u.a.:

  • die Erstellung umfangreicher Schriften zur gezielten diätetischen Ernährung (z.B. Lebensmittellisten)
  • Organisation von lokalen Hilfsgruppen für Betroffene
  • Berichte von Mitgliedern über die Ernährung und Lebensmittelversorgung bei verschiedensten Urlaubszielen
  • medizinische Beratung und Hintergrundinformation in der Mitgliederzeitschrift “DZG aktuell”.

Jährlich werden mehrere Projekte zur medizinischen Untersuchung der Krankheiten finanziell unterstützt.


Weblinks

  • Offizielle Webpräsenz

Diätetisches Lebensmittel

Laut Diätverordnung sind diätetische Lebensmittel dazu bestimmt, einem besonderen Ernährungszweck zu dienen. Sie müssen sich von ähnlichen Lebensmitteln deutlich durch ihre Eigenschaften und Zusammensetzung unterscheiden. Eingesetzt werden sie bei Krankheiten, Allergien, bei der Ernährung von Säuglingen und Kleinkindern sowie bei Schwangeren und Stillenden. Zu den diätetischen Lebensmitteln zählen auch Kochsalzersatzmittel, Fructose, Mannit, Sorbit, Xylit und Süßstoffe.

Ulrich Strunz

Ulrich Ernst Theodor Strunz (* 21. November 1943 in Görlitz) ist Internist, Triathlet, Buchautor und wurde in Presse und Medien oft als Fitnesspapst beschrieben.

Strunz vermittelt seine Fitnessphilosophie in bildlicher und einfacher Sprache. Durch seine Methoden soll man mit richtiger Bewegung, Ernährung und Denken nicht nur zu Gesundheit und Fitness, sondern auch zu Kreativität und Höchstleistung gelangen können. Dabei versteht er sich auch als Motivator zu mehr Bewegung und gesunder Ernährung.

Die dabei propagierten Methoden sind in der Fachwelt teilweise umstritten. Besonders der von Strunz propagierte Vorfußlauf ist umstritten, weil er Wadenmuskeln und Achillessehne schaden kann, besonders bei falscher Bewegung, gesteigerter Belastung oder falschem Schuhwerk.


Lebenslauf

  • Abitur am Humanistischen Gymnasium Erlangen mit einem Notendurchschnitt von 1,0
  • 1962 bis 1969 Studium der Physik mit dem Bayrischen Hochbegabtenstipendium in Erlangen, Diplomarbeit zum Thema “Gamma-Spektroskopie im Hochenergiebereich”
  • 1964 bis 1971 Studium der Humanmedizin als Stipendiat der Deutschen Studienstiftung in Erlangen
  • als wissenschaftlicher Assistent an der Medizinischen Universitätsklinik Erlangen (Direktor: L. Demling) promovierte er 1975 mit dem Thema “13-nle-Motilin: Wirkungsanalyse am Gastrointestinaltrakt des Kaninchens, des Meerschweinchens, der Ratte und des Menschen” zum Doktor der Medizin magna cum laude
  • Von 1972 bis 1980 forscht und publiziert er in Erlangen und Los Angeles über die hormonelle Steuerung von Körperfunktionen.
  • 1988 begegnet er dem Extremsportler Hubert Schwarz, der ihn zum Triathlon bringt.
  • 1989 nimmt er an allen 5 Ironman-Veranstaltungen teil. Beim “Ultraman” (Triathlon) auf Hawaii wird er dabei Erster seiner Altersklasse.
  • In den Folgejahren bis 1992 ist er auf fast allen wichtigen Ironman-Veranstaltungen zu finden.
  • 1992 wird er Dritter beim 1000-Kilometer-Race-Texas, einem Radrennen quer durch Texas (USA).
  • 1993 beginnt er zusammen mit Michael Spitzbart Seminare zum Thema “Kreativität und Höchstleistung” und “Schlank und Fit für immer” zu veranstalten. Dazu entstehen zwei gleichnamige Bücher, die im Buchhandel nicht frei erhältlich sind.
  • 1998 spricht ihm die Zeitschrift Wirtschaftswoche den Titel “Fitnesspapst” zu, der seitdem immer wieder von den Medien gebraucht wird.
  • 1998 erscheint auch sein erstes im Buchhandel erhältliches Buch mit dem Titel “Der Weg zu Kreativität und Höchstleistung”.
  • Mit dem Buch “Forever young - Das Erfolgsprogramm” wird er zum Erfolgssachbuchautor. Im Jahr 2000 werden innerhalb von neun Monaten 1,1 Millionen Strunz-Bücher verkauft.
  • In den Folgejahren schreibt Ulrich Strunz zahlreiche weitere Bücher zum Thema Fitness in Millionenauflage. Dazu ist er zwischen 2002 und 2004 häufig bei Fernsehauftritten zu sehen.
  • Nach einem Unfall mit dem Mountainbike auf Mallorca muss Ulrich Strunz im Jahr 2006 mehrfach operiert werden.


Literatur (Auswahl)


Weblinks

  • drstrunz.de: Privatpraxis Strunz
  • strunz.com: Firma “forever young” von Strunz
  • Interview mit Ulrich Strunz zu den Folgen seines Unfalls, Kleine Zeitung, Graz, 22. April 2007
  • Was macht eigentlich… Dr. Ulrich Strunz? (Interview zu den Unfallfolgen), Stern, 24/2007


Kritische Stimmen

  • Kritischer Bericht über Strunz bei Report Mainz vom 26. April 2004 (Skript der Sendung der ARD)


Positive Stimmen

  • Hessischer Rundfunk: Strunz zum Thema “Abnehmen leicht gemacht”
  • Strunz im Managermagazin zum Thema “Laufen macht glücklich”
  • “Strunz-Diät” gewinnt beim “RTL-Diät-Duell”

Entwicklungsgenetik

Die empirische Entwicklungsgenetik befasst mit der Zurückführung von Unterschieden in der Persönlichkeit und des Verhaltens von Menschen auf die verschiedenen Anteile von Genom- und Umwelteinflüssen. Im Wesentlichen wird dabei in allgemeine, individuelle und differentielle Perspektive der Entwicklungsgenetik unterteilt.

Die Notwendigkeit einer solchen auf Empirie basierenden Auseinandersetzung mit der Anlage-Umwelt-Debatte begründet sich hauptsächlich auf die Tatsache, dass die unterschiedliche Ausprägung von Eigenschaften wie beispielsweise der Intelligenz auch nach der Entschlüsselung des Genoms nicht allein durch die Genetik erklärt werden können, was vor allem bei Zwillingsstudien offensichtlich wird. Vielmehr unterliegen Eigenschaften einer komplizierten Wechselwirkung zwischen Genen und Umwelt, die sich durch Genom-Umwelt-Interaktion und Genom-Umwelt-Kovariation gegenseitig beeinflussen.

Entsprechend den gegebenen Umweltbedingungen werden bestimmt Allele der DNA aktiviert und wirken somit auf das Verhalten. Ein Beispiel hierfür ist die Phenylketonurie. Bei Kinder mit dem entsprechenden Enzymdefizit, die keine spezielle Diät erfahren, wird die Entwicklung des Zentralnervensystems (ZNS) behindert, sodass eine geistige Behinderung entsteht. Bei einer entsprechenden Diät jedoch, die auch nach Reifung des ZNS abgesetzt werden kann, wird kein Intelligenzdefizit ausgeprägt.

Auf der anderen Seite tendieren Menschen mit genetischen Dispositionen wie bspw. einer “Veranlagung” zur Musikalität dazu ihre Umwelt aktiv zu gestalten, sodass mit zunehmendem Alter genetische Einflüsse tragender werden.


Siehe auch

  • Verhaltensgenetik

The Hacker’s Diet

The Hacker’s Diet ist der Titel eines Buchs von John Walker, dem Gründer von Autodesk. Es handelt sich um ein Diätbuch, obwohl John Walker beruflich nichts mit Medizin oder Ernährungswissenschaft zu tun hat. Er beschreibt sein Buch selbst als „Diätbuch von jemandem, der den größten Teil seines Lebens übergewichtig verbracht hat“.

Walker geht das Problem ingenieurmäßig an. Die ersten Kapitel des Buchs beschreiben Gewichtszunahme als Ungleichgewicht zwischen Energieaufnahme und -verbrauch. Dieses Ungleichgewicht gilt es softwareunterstützt zu beheben (wobei es auch möglich ist, die notwendigen Berechnungen ohne Softwareunterstützung durchzuführen). Weitere Kapitel beschreiben Feedbackmechanismen und Signalverarbeitung und schließlich die Diät selbst, ein einfaches Zählen der verbrauchten Kalorien, kombiniert mit einer vereinfachten Version des Trainingsprogramms 5BX, welches von der Royal Canadian Air Force entwickelt wurde. Das Werk endet mit umfangreichen Kalorientabellen.

John Walker gelang es angeblich, mit seiner Methode innerhalb eines Jahres von 98 kg auf 65 kg abzunehmen und anschließend sein Gewicht stabil zu halten.


Weblinks

  • The Hacker’s Diet

Natriumalginat

Natriumalginat (E 401, CAS Nr: 9005-38-3) ist ein Salz der Alginsäure.


Herstellung

Natriumalginat wird aus den Zellwänden von Braunalgen mittels Sodalösung herausgelöst. Es kann auch gentechnisch hergestellt werden.


Verwendung

Es ist in der EU als Lebensmittelzusatzstoff der Nummer E 401 zugelassen und wird als Verdickungs- und Geliermittel eingesetzt.

Natriumalginat wird vielfach in Diät- und Lightprodukten, Backwaren, Tiefkühlprodukten, Mayonnaisen, Salatsaucen, Speiseeis, in Fleisch- und Gemüsekonserven sowie Suppen verwendet. Außerdem kommt es bei der der Herstellung von Schmelzkäse in Kombination mit Natriumcitrat (E 331) und Natriumphosphat (E 339) vor.


Gefahren

Alginate sind in der Lage Spurenelemente zu binden, wodurch deren Aufnahme im Darm behindert wird. Bei Tierversuchen traten geringfügige Beeinträchtigung der Eiweißverdauung auf. Es bestehen jedoch keine gesundheitlichen Bedenken.

Catherine Kousmine

Catherine Kousmine (* 1904 in Hvalynsky in Russland; † 24. August 1992 in Lutry) war eine Schweizer Ärztin russischer Herkunft. Sie war eine Vertreterin der orthomolekularen Medizin und entwickelte eine Krebsdiät. Ihr besonderes Forschungsinteresse galt Krebs, Multipler Sklerose und chronischer Polyarthritis.

Die Familie Kousmine emigrierte im Jahr 1918 während der Russischen Revolution in die Schweiz. Catherine Kousmine besuchte die höhere Schule in Lausanne und studierte nach dem Abitur Medizin und erwarb 1928 den akademischen Abschluss. Sie spezialisierte sich auf Pädiatrie und arbeitete in Zürich in der pädiatrischen Klinik von Guido Fanconi. Danach setzte sie ihre Ausbildung in Wien fort. Nach ihrer Rückkehr in die Schweiz arbeitete Kousmine jedoch als praktische Ärztin, da das österreichische Pädiatrie-Diplom in der Schweiz nicht anerkannt wurde.

Nach dem Krebstod zweier ihrer Patienten widmete sie sich der Krebsforschung. Sie richtete sich in ihrer Küche ein Labor ein, in dem sie Tierversuche mit Mäusen durchführte. Dabei kam sie zu der Überzeugung, dass die Nahrung einen Einfluss auf Tumore hat und es möglich ist, mit Hilfe der Ernährung Krebs zu heilen. Im Jahr 1949 publiziert sie den Heilungserfolg eines für unheilbar gehaltenen Darmkrebs-Patienten mit Hilfe ihrer Ernährungsvorschriften. Sie war davon überzeugt, dass die Creme Budwig, Bestandteil der Öl-Eiweiß-Diät von Johanna Budwig, eine wichtige Rolle bei der Krebsbekämpfung spielt.

1989 erhielt Catherine Kousmine die Ehrenbürgerschaft von Lutry.


Kousmine-Diät

Die so genannte Kousmine-Diät ist als Mittel zur Krebsbekämpfung umstritten und wird nur von Alternativmedizinern empfohlen. Die Diät basiert neben den Ernährungsregeln auf Darmhygiene, dem Säure-Basen-Gleichgewicht, der Nahrungsergänzung durch hoch dosierte Vitamine und Spurenelemente sowie psychosozialer Betreuung. Diese Diät soll angeblich nicht nur Krebs heilen können, sondern u.a. auch chronische Bronchitis, Allergien, kardiovaskuläre Erkrankungen, Polyarthritis und Multiple Sklerose.Felix Burda-Stiftung Darmkrebs

Zu den wesentlichen Diätprinzipien gehören der Verzicht auf Fleisch, Fleischprodukte und weißen Zucker, der Verzehr von unverarbeitetem Getreide sowie von großen Mengen Obst und Gemüse und generell basische Lebensmittel. Als Mittel zur „Darmhygiene“ werden regelmäßige Einläufe und Abführmittel propagiert. Kousmine ging davon aus, dass viele Krankheiten auf einen zu hohen Säureanteil im Körper auf Grund von falscher Ernährung zurückzuführen seien. Patienten sollten regelmäßig den pH-Wert des Urins feststellen und bei Unterschreiten eines festgelegten Werts basische Nahrungsergänzungsmittel einnehmen.


Kritik

  • Die wissenschaftliche Medizin geht davon aus, dass ein gesunder Körper überschüssige Säuren problemlos ausscheiden kann und es daher nicht zu einer anhaltenden Übersäuerung (Azidose) kommen kann.
  • Der pH-Wert des Urins zeigt nur an, dass tatsächlich Säuren über die Nieren ausgeschieden werden. Er schwankt im Laufe des Tages. Er ist kein Indikator für eine Übersäuerung des Körpers; diese könnte nur durch eine Blutanalyse festgestellt werden.
  • Es gibt keine unabhängigen Studien, die irgendeinen Einfluss dieser Diät auf eine Erkrankung belegen.
  • Die Multiple sclerose international federation erklärt: „Es gibt keine wissenschaftliche Begründung dafür, dass eine bestimmte Diätmethode in der Behandlung der MS wirksam sei“.Multiple sclerose international federation


Publikationen

  • Soyez bien dans votre assiette jusqu’à 80 ans et plus, 1980
  • La sclérose en plaques est guérissable, 1983
  • Sauvez votre corps, 1987
  • Gesundheit auf dem Teller, 1984, ISBN 2-603-00543-X
  • Die multiple Sklerose ist heilbar: klinischer Verlauf von 55 MS-Fällen, 1986, ISBN 2-603-00605-3


Quellen

Hollywood-Diät

Die so genannte Hollywood-Diät wurde in den 1920er Jahren in den USA für die damaligen Filmdiven entwickelt. Angeblich wurde sie von Studio-Bossen ihren weiblichen Stars regelrecht aufgezwungen, um sie pünktlich zu Drehbeginn auf das erwünschte Gewicht zu bringen. Hauptbestandteile dieser Diät sind Luxusnahrungsmittel wie Hummer, Shrimps und exotische Früchte. Kohlenhydrate werden auf ein Minimum reduziert, es handelt sich daher um eine Low Carb-Ernährung.


Das Prinzip

Das Diätprogramm sieht maximal 1000 Kalorien pro Tag vor. Auf dem Speiseplan stehen vor allem Proteine (mageres Fleisch, Fisch), Eier, Obst und Salate. Außerdem gibt es bestimmte Regeln, welche Lebensmittel womit kombiniert werden dürfen. Fett und Salz werden im Vergleich zu normaler Mischkost stark reduziert, ebenso Kohlenhydrate. Kartoffeln, Reis und Nudeln sind ausdrücklich verboten, denn in den 1920er Jahren galten gerade Kohlenhydrate als “Dickmacher”. Die in exotischen Früchten enthaltenen Enzyme sollen als Fatburner wirken. Versprochen wird ein Gewichtsverlust von mehreren Kilogramm pro Woche.


Kritik

  • Durch die geringe Kalorienzahl schaltet der Körper nach wenigen Tagen den Stoffwechsel auf ein “Notprogramm” mit geringem Energieverbrauch um; der Jojo-Effekt nach der Diät ist fast unvermeidlich.
  • Enzyme werden im Magen aufgespalten und können daher keine besondere Wirkung entfalten.
  • Die Ernährung ist nicht ausgewogen und enthält mit etwa 60 Prozent einen deutlich zu hohen Proteinanteil. Ernährungswissenschaftler empfehlen maximal 20 Prozent. Weil relativ viele Eier gegessen werden, ist auch die Cholesterinzufuhr sehr hoch.
  • Eine erhöhte Eiweißaufnahme führt zu einem erhöhten Harnsäurespiegel und belastet die Nieren. Das Risiko für die Bildung von Harnsteinen und Nierensteinen erhöht sich, ebenso die Gefahr von Gichtanfällen. Vor allem für Menschen mit Nierenfunktionsstörungen ist diese Diät völlig ungeeignet.
  • Es gelten im Grunde alle Kritikpunkte, die bei Low Carb-Diäten genannt werden.


Weblinks

  • Netdoktor zur Hollywood-Diät
  • Urteil eines Mediziners

Reizstrom

Der Begriff Reizstrom umfasst eine Reihe von Therapieformen, bei denen Gleichstrom oder niederfrequente Wechselströme eingesetzt werden.
Reizströme wurden bereits um 1900 vom Physikochemiker Walther Nernst und Mitarbeitern wissenschaftlich untersucht.
Reizstromgeräte waren zu Beginn des 20. Jahrhunderts sehr populär und wurden zur Therapie aller möglichen Wehleiden beworben, z. B. sogar gegen Bettnässen. Heute beschränkt sich der therapeutische Nutzen auf nur noch wenig anerkannte Gebiete.
Meist dient ihr Einsatz der Schmerzlinderung, der Behandlung von Neuralgien, Durchblutungsstörungen oder orthopädischen Erkrankungen (Ischalgien, Sehnenscheidenentzündungen, Arthrosen etc.). Die wohl bekannteste Spezialform der Reizstromtherapie ist der Herzschrittmacher, der den Herzmuskel stimuliert.

Das Reizstrom-Verfahren ist auch unter dem Akronym TENS (Transkutane elektrische Nerven-Stimulation) bekannt. Dabei werden biphasische Strom-Impulse mit Frequenzen von 1-100Hz verwendet. TENS dient zur Elektroanalgesie (Schmerzverringerung).
Das Wirkprinzip der TENS ist die “Gate-Control-Theory”.

Auf dem Markt befinden sich zahlreiche, überwiegend einfache Reizstrom-Geräte, die zur Gewichtsreduktion und zum Muskelaufbau geeignet sein sollen. Dazu werden die Elektroden auf der Haut angebracht. Der Kontaktwiderstand zwischen Haut und Elektrode wird meist durch ein Gel verringert, wie es auch beim EKG verwendet wird. Die durch die Elektroden verabreichten elektrische Impulse lösen Muskelkontraktionen aus: der Muskel zuckt zusammen. In der Regel lässt sich Stärke und Dauer der Impulse über Regler einstellen oder wird durch vorgegebene Trainingsprogramme bestimmt.

Da plötzliche starke Impulse als störend bis unangenehm empfunden werden, arbeiten die Trainingsprogramme mit mehreren mittleren Impulsen in der Sekunde. Somit kann man die Geräte für das Krafttraining zur Erhöhung der Kraft-Ausdauer einsetzen und damit die Muskeln straffen. Zumindest einfache Geräte zeigen nur bei untrainierten Muskeln erkennbare Wirkung. Als Ersatz für sportliche Aktivität oder eine Diät eignet sich die Technik nicht: da die Gelenke bei Muskelstimulation mit Reizstrom nicht durchbewegt werden, kann es langfristig zu einer Verkürzung der Muskeln und damit zu einer Verringerung der Beweglichkeit oder zu Fehlhaltungen kommen. Um eine Diät zu unterstützen, ist Ausdauertraining sinnvoll, weil man durch Reizstrom aber nur einzelne Muskeln gleichzeitig trainiert, ist die Wirkung entsprechend klein.

Ein neuerer Anwendungsbereich ist die Verwendung der Reizstromtechnik im Bereich Erotik. Hier werden unterschiedlichste Gerätetypen zur Erotischen Elektrostimulation verwendet.


Siehe auch

  • Elektrotherapie
  • TENS

Mash (Futter)

Als Mash bezeichnet man ein Ergänzungsfutter für Pferde. Es ist ein diätisches Futter mit leicht abführender Wirkung.

Mash wird von der Futtermittelindustrie in zahlreichen Zusammensetzungen und Qualitäten a